Leistungen - Beton-Bohren
Mit Kernbohrgeräten
Kernbohrung ist das weltweit vorherrschende Verfahren für das nachträgliche Einbringen von runden Durchlässen in massiven Böden, Wänden und Decken. Dabei wird anstelle einer vollen Fläche (wie z. B. beim Schlagbohren) nur ein Kreis aus dem Beton herausgeschnitten. Der verbleibende Beton-Rest wird als Kern bezeichnet.
Min. Durchmesser
Max. Durchmesser
Max. Bohrtiefe |
10 mm
1000 mm
situationsbedingt unterschiedlich |
Vorteile
- vibrations- und erschütterungsfrei (keine Beeinträchtigung anderer Arbeiten)
- reduzierter Lärmpegel (gegenüber der konventionellen Stemmmethode)
- Nacharbeit nicht erforderlich
- hohe Präzision
- Bohrloch ohne mikroskopische Risse
- Bei Kleinaufträgen: Abwicklung innerhalb von 24 Stunden möglich
Bei Nassbohrungen kann das anfallende Wasser durch sorgfältige Sicherung oder durch den Einsatz eines Wassersammelrings abgefangen werden, bei Trockenbohrungen (z.B. beim Einbau einer Dunstabzugshaube in einer fertig eingerichteten Küche) reduzieren Absaugsysteme den Staubanfall auf ein Minimum.
Die Kernbohrtechnologie ermöglicht das Erstellen von Löcher in bewehrten und unbewehrten Beton (und auch in ähnliche Baustoffe wie Ziegel, Asphalt, Granit, etc.). Bewehrungseisen stellen zwar kein Hindernis dar, haben jedoch Auswirkungen auf den Bohrkronenverschleiß, Bohrfortschritt und damit auf die anfallenden Kosten.
Um exakte Ergebnisse erzielen zu können, wird die Bohrmaschine (der Bohrständer) an der zu bearbeitenden Betonfläche festgeschraubt (-gedübelt). Bei glatten Oberflächen, wo keine Dübellöcher sichtbar sein dürfen, kann der Bohrständer mit Vakuum angesaugt werden oder die Anlage nach oben oder unten versprießt werden. Hand geführte Bohrungen sind aufgrund der Ungenauigkeit und dem hohen Kraftaufwand eher selten, grundsätzlich aber möglich.
Beispiele für Einsatzbereiche
- Kabel-, Rohrdurchführungen, Armaturbohrungen (Leitungs/Versorgungsbohrungen)
- Untergrunduntersuchungen (Sondierungsbohrungen)
- Fundamentausschnitte (Perforationsbohrungen)
- Seil-Durchführungen (bei Seilsägearbeiten)
- Eckbohrungen (bei Wandsägearbeiten)
- Rundfenster (nachträgliche Öffnungen)
- Befestigungsbohrungen (für Fassadenplatten, Geländer)
- Dosen-Senkarbeiten (im Elektrobereich)
- Sacklochbohrungen (für Verankerungen, Flugfeldbefeuerung)